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Tatortsanierung – schwierige Situationen meistern

Todesfälle machen traurig. Todesfälle machen betroffen und Todesfälle erfordern zum Teil aufwendige Reinigungsarbeiten. Immer wieder rufen Hinterbliebene bei Sanierungsunternehmen an, weil Sie nicht wissen, wie man Räumlichkeiten wiederherstellt, in denen ein Toter über einen längeren Zeitraum gelegen hat, oder wie man einen Tatort nach einem Mord oder Selbstmord reinigt.



Gerade bei diesen Anfragen ist sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt, um in dieser schwierigen Situation die teilweise traumatisierten Betroffenen zu unterstützen. Anders als in Amerika sind in der Bundesrepublik die Hinterbliebenen oder Eigentümer für die Reinigung verantwortlich. Doch wer ist dazu in der Lage, emotional und fachlich ist dies kaum vorstellbar. Mit einem Staubsauger und ein bisschen Putzen ist die Sache längst nicht erledigt. Die Eier von Maden und Würmern erreicht man so sicher nicht.



Selbst Fachkräfte, für die der Tatort zum Arbeitsplatz wird müssen aufpassen. Denn es muss daran gedacht werden, dass von dem Verstorbenen eine Infektionsgefahr für die ausführenden Mitarbeiter des Sanierungsunternehmens ausgeht, die nicht unterschätzt werden darf und der unangenehme Geruch den Sanierungstechnikern oft noch jahrelang in der Nase bleibt, die Arbeit für die Mitarbeiter also eine physische und psychische Belastung darstellt. „Wir sehen ja oft schlimme Sachen wie abgebrannte Gebäude oder auch verwahrloste Wohnungen wo es schimmelt aber ein Tatort ist trotzdem ein ganz anderes Level. Da helfen einem auch keine 20 Jahre Berufserfahrung. Da stehst du vor einer Blutlache und weißt, dass genau hier vor kurzem etwas Schreckliches passiert ist,“ so Sanierungsexperte Nikolas Mittelstedt. Nachdem die Tatorte von der Kriminalpolizei freigegeben wurden, können die Arbeiten beginnen. Betroffenes Material und Inventar werden entfernt und fachgerecht entsorgt. Hat ein Mensch längere Zeit unbemerkt in einer Wohnung gelegen reicht eine einfache Reinigung nicht. Die Palette der Arbeit reicht vom Entfernen der Bodenbeläge, Ablösen der Tapeten bis hin zum Herausstemmen des Estrichs. In vielen Fällen muss durch den entstandenen Geruch durch Verwesung und ausgelaufene Körperflüssigkeiten auch das gesamte Inventar entsorgt werden. Anders als in der Brandschadensanierung kommen hier Reinigungsmittel zum Einsatz, die nach der Entfernung die verbliebenen Gebäudebestandteile und gleichzeitig alle Flächen desinfizieren. In den meisten Fällen wird dann noch eine Geruchsneutralisation des Gebäudes durchgeführt.



Alles in allem wird über diese Arbeiten ungerne nachgedacht und noch weniger gesprochen, doch sie gehören zu den Anforderungen, denen sich Sanierungsunternehmen stellen müssen. „Da braucht man schon gute Nerven, Blutlachen wischt man nicht so einfach weg. Der finanzielle und personelle Aufwand ist bei diesen Arbeiten sehr hoch und es ist ein vernünftiges Fachwissen erforderlich, um die Sicherheit der Sanierungsmitarbeiter zu gewährleisten“, berichtet Sanierungsexperte Joshua Küpper. Für die Tatortsanierung gibt es bisher keine Vorschriften, an denen man sich orientieren könnte, allerdings empfiehlt sich eine Fortbildung nach der DGUV-Regel 101-004 (BGR 128) für Arbeiten in kontaminierten Bereichen und eine Ausbildung zum staatlich geprüften Desinfektor.




Der Aufwand bei einer Tatortsanierung ist wesentlich höher als bei einer Brandschadensanierung. „An den Tatorten finden wir häufig medizinische und biologische Stoffe, die als Gefahrstoffe einzustufen sind. Diese Stoffe müssen durch Spezialtransporte entsorgt werden und dürfen nicht in normale Abfallcontainer verbracht werden.“ So wird vermieden, dass sich z.B. eine ansteckende Krankheit auf Dritte überträgt. Und noch ein Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt: Von den Sanierungsunternehmen wird Diskretion in Form von neutralen Firmenfahrzeugen und verschwiegenen Mitarbeitern erwartet.

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